Mein Start in die etwas andere Welt

Nachdem ich mich also nach sieben Monaten entschlossen hatte, meinen ersten “richtigen” Job nach dem Studium aufzugeben und damit einen Konzern und den reinen Vertrieb zu verlassen, freute ich mich auf einen neuen Anfang, neue Herausforderungen und neue Leute in der Internet-Branche. Mein Vorstellungsgespräch ließ schon durchblicken, dass ich diese ganze Branche noch lernen müßte. Aber das will ich ja auch!

Noch zwei Wochen bevor ich meinen neuen Job angetreten bin, fragte mich mein neuer Chef Olaf, ob ich nicht Lust hätte, am BarCamp Hannover teilzunehmen. Es sei eine, nein DIE Veranstaltung in der Branche und vielleicht hätte ich ja schon mal Lust da rein zu schnuppern, um zu erahnen, auf was ich mich da einließe. Bar…was? Barcamp? Barcamp, was zum Teufel soll das heißen? Klar, dachte ich mir dann, warum nicht, ich würde sicher schon rausbekommen, was das sein soll.

So war es dann auch. Ich hatte am Abend vor der Reise nach Hannover doch ein wenig Lampenfieber, weil ich nicht wusste, was mich erwartet. Dort angekommen herrschte eine faszinierende Stimmung. Es war anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Alles war ziemlich locker, ohne Zeitdruck, man kam relativ schnell mit den verschiedensten Leuten ins Gespräch. Ich gestehe, ich hatte anfangs etwas Sorge, dass sich da hauptsächlich Informatik-Freaks aufhalten würden und ich würde kaum ein Wort verstehen. Was die Anwesenden angeht wurde ich bitter „enttäuscht“. Es waren Marketing-Leute da, Journalisten, Gründer… und natürlich auch die Informatiker 🙂. Was das Verständnis betrifft, haben sich meine Befürchtungen anfangs bestätigt. Je länger ich jedoch dort war und mir die Vorträge angehört habe, desto mehr konnte ich aufnehmen und verstehen. Längst nicht alles, natürlich…

Das BarCamp hat sich also für mich als eine Art Zusammenkommen von webaffinen Leuten entpuppt, die spontan und völlig ungezwungen Seminare, sogenannte Sessions, halten und die Zuhörer mitdiskutieren lassen. Themen werden selbst gewählt oder vorgeschlagen. Ich habe mir beispielsweise eine Session über Web 2.0 in China von Oliver Ueberholz (von mixxt) und eine über das Headhunting von Vivian (zeniscalm) angehört. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt und abends gibt es dann noch gemeinsames Programm, das ich bis jetzt so kennengelernt habe: nach den Sessions gibt es PowerPoint Karaoke. Dabei werden irgendwelche PP-Präsentationen aus dem Netz gezogen und freiwillige stellen sich vorne hin, um, den Inhalt nicht kennend, darüber referieren. Das ist echt spannend, weil der Referent nicht weiß, welche Folie mit welchem Inhalt als nächstes kommt. Improvisation heißt es da also, was zu vielen lustigen Missverständnissen und Lach-Tränen in den Augen führt. Danach gehen dann viele noch zusammen essen und/oder feiern. Mein Fazit: gar nicht so freaky! Einen sehr guten Artikel über BarCamps bietet auch Franz Patzig: http://www.franztoo.de/?p=113

Nach diesem BarCamp-Wochenende konnte ich meinem ersten Arbeitstag in zwei Wochen gespannt entgegen sehen.

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